Aktionen 2022
Auf dem bekannten Biohof Rabberg im Dorfzentrum wurde eine starke Rauchentwicklung in der Scheune mit Hofladen und Gemüsewaschanlage gemeldet, zugleich wurden in dieser Scheune auch zwei Personen vermisst. Überdies hatte sich an der Stirnseite der Scheune ein Arbeitsunfall ereignet; dort war eine Person auf einem Gerüst abgerutscht und hing nun in ihrer Absturzsicherung.
Wenige Minuten nach der "Übungsalarmierung" waren die Rügger Kameraden bereits mit ihrem wasserführenden Tragkraftspritzenanhänger vor Ort und begannen mit dem Aufbau der Wasserversorgung sowie der Absuche des verrauchten Gebäudes unter Atemschutz. Bald darauf wurden sie von den Freiwilligen Feuerwehr Saustrup unterstützt, die eine zweite Wasserversorgung aufbaute und parallel zur "Brandbekämpfung" vorging.
Die unterdessen ebenfalls eingetroffenen Norderbraruper Kameraden gingen zur Rettung des verunglückten Arbeiters vor - unter Zuhilfenahme von Steckleiter und Trage befand er sich schon nach wenigen Minuten auf sicherem Boden und konnte dem Rettungsdienst übergeben werden.
Bereits nach rund einer Dreiviertelstunde war das Einsatzszenario vollständig abgearbeitet. Eine gute Leistung - nicht zuletzt unter Berücksichtigung der Tatsache, dass in den zurückliegenden beiden Jahren nicht gemeinsam hatte geübt werden können. Entsprechend anerkennend fiel auch die "Manöverkritik" bei der anschließenden gemütlichen Zusammenkunft in der Maschinenhalle des landwirtschaftlichen Betriebs von Lasse Petersen aus:
Die Schlagkraft und Professionalität der beteiligten Wehren wurde gewürdigt, gleichzeitig gab es von den erfahrenen Übungsbeobachtern aber auch wertvolle Hinweise und Tipps zur weiteren Verbesserung.Amtswehrführer Martin Knackstedt überbrachte die Grüße der Feuerwehren des Amts Süderbrarup und betonte dabei einmal mehr die Bedeutung der engen Zusammenarbeit zwischen den dörflichen Feuerwehren.
Die Grüße des ebenfalls anwesenden Amtsvorstehers Thomas Detlefsen sowie der Bürgermeister der Nachbargemeinden überbrachte Frederik Erdmann, 1. Stellvertretender Bürgermeister in Rügge. Er erinnerte dabei daran, dass die Feuerwehren des Teilamts ganze 16 Tage vor der Übung in letzter Minute den Vollbrand eines Reetdachhauses in Fraulund hatten verhindern können - eine beachtliche Leistung, die nur gemeinschaftlich und im Ergebnis regelmäßigen Trainings möglich war.
Nach der Manöverkritik widmeten sich die beteiligten Feuerwehrleute dem Erfahrungsaustausch und der Kameradschaftspflege - viele zeigten sich dabei von der urigen Atmosphäre der Maschinenhalle des Hofs Petersen begeistert, wo im stimmigen Ambiente zwischen historischen Forst-Unimog und hochmodernem Claas-Mähdrescher eine leckere Gulaschsuppe gereicht wurde. Die Gemeinde Rügge und ihre Feuerwehr danken an dieser Stelle allen, die zum Gelingen der Teilamtsübung beigetragen haben: Den Höfen Rabberg (für die Bereitstellung des Übungsobjekts) und Petersen (für die Gastfreundschaft in der Maschinenhalle) ebenso wie dem engagierten Team aus Rügger Feuerwehrleuten und Bürgern, das den 'geselligen Teil' der Übung gestaltetet hatte und dabei für herzliche Angeliter Gastfreundschaft sorgte. (Frederik Erdmann)
Da passte es schon sehr gut, dass im Jahr zuvor der neue Rügger Rastplatz gebaut worden war. Da kam das Kameradschaftsfest quasi als Einweihungsveranstaltung gerade recht.